
Something is killing the Children 9

| Autor:In: | James Tynion IV |
| Zeichner:In: | Werther Dell’edera |
| Verlag: | Splitter Verlag |
| Genre: | Horror |
| Seiten: | 144 |
| Format: | Hardcover |
| Preis: | 24,00 € |
Erica Slaughter ist mit ihrer Mentorin Jessica unterwegs, um die Menschen vor Monstern zu schützen. Dabei sollte Jessica Erica eigentlich so einiges beibringen, doch die Mentorin ist viel mehr mit sich selbst beschäftigt und überlässt sie der jungen Erica. Als die beiden für einen Auftrag an einen besonderen Ort geschickt werden, wird schnell klar, dass Jessica genau hier bereits etwas Traumatisches erlebt haben muss. Sie verkommt immer mehr zu einem Wrack. Doch was ist hier genau geschehen?
Ein Blick in die Vergangenheit
Mit dem neunten Band der Something is Killing the Children-Reihe erfahren wir mehr über die Vergangenheit von Erica. Konkret geht es um die Zeit ihrer Ausbildung unter Jessica. Wir sehen sehr gut, wie Erica zu der eiskalten Killermaschine geworden ist, die sie in der Gegenwart verkörpert. Auch erfahren wir endlich mehr über Jessica, deren Charakter bisher ja eher oberflächlich behandelt wurde. Das alles ist zwar als Rückblick verpackt, erweitert das Something is Killing the Children-Universum aber enorm – was ich persönlich nie verkehrt finde. Und da es trotzdem weiterhin um fiese Monster und deren Bekämpfung geht, fehlt es der Geschichte an nichts.
Schön zu sehen ist dabei die Dynamik zwischen Erica und Jessica. Erice muss zusehen wie ihre Mentorin sich immer mehr verliert, hat aber eine starke Bindung zu ihr und möchte sie nicht verlieren. Das bringt einen enormen emotionalen Faktor in diesen Rückblick.
Brutale Bilder
Wie es sich für Something is Killing the Children gehört, fliegen auch bei der optischen Darstellung dieses Comics wieder ordentlich die Fetzen. Da steht die neunte Ausgabe den vorherigen Bänden in nichts nach. Die Optik ist gewohnt detailliert und herrlich brutal. Mit einem kleinen unterschied, in diesem Szenario finden wir uns in einer Schneelandschaft wieder.
Mein Fazit:
Auch wenn die gegenwärtige Handlung rund um Erica hier nicht weiter vorangetrieben wird und wir uns dahingehend gedulden müssen, entschädigt der tiefe Einblick in ihre Vergangenheit komplett. Leider fällt der Band insgesamt etwas kurz aus und endet ziemlich abrupt mit einem richtig fiesen Cliffhanger. Das hätte man dramaturgisch sicher runder lösen können, aber vielleicht musste der Schnitt genau an dieser Stelle stattfinden und ergibt für die nächste Ausgabe sogar Sinn.
Alles in allem ein solider Band, der wieder enorm viel Spaß gemacht hat und die Lore der Reihe gekonnt ausbaut.
Meine Bewertung:
9/10 kleine blutige Schneeflecken
Hierbei handelt es sich um ein Rezensionsexemplar.

Seit über 5 Jahren schreibe ich Texte und Rezensionen zu allen möglichen Themen und Bereichen, die mich interessieren.

















