Offener Brief: Wann ist es genug, Herr Merz?

Herr Merz, Sie sind nun fast schon ein Jahr im Amt und konnten beweisen, welches Format Sie haben. Als Opposition waren Sie sehr lautstark und besonders die Grünen haben es Ihnen, wie auch Ihrem Kollegen von der CSU, Markus Söder, sehr angetan. Damals haben Sie eine starke, maskuline Position eingenommen, von der ich gerade nicht mehr viel verspüre. Außer, wenn es darum geht, das eigene Volk niederzureden.

Die faule Bevölkerung

Wieso hassen Sie uns so sehr, Herr Merz? Sie wurden schließlich vom Volk gewählt, weil die Mehrheit der Meinung war, Sie würden etwas bewegen. Doch stattdessen greifen Sie die eigene Wählerschaft an. Wir arbeiten angeblich zu wenig, sind dauernd krank und grundsätzlich ist der Sozialstaat eine riesige Belastung. Dabei ist genau dieser Sozialstaat eine unfassbare Errungenschaft unserer Demokratie und ein wichtiger Stützpfeiler. Zudem arbeitet die deutsche Bevölkerung in Summe so viel wie noch nie zuvor. Und trotzdem ist es nicht genug. Aber wieso eigentlich?
Die Wirtschaft kämpft nach wie vor mit den Auswirkungen der Krisen und einer schwächelnden Automobilindustrie. Letzteres aufgrund von verpassten Trends und Misswirtschaft in den Chefetagen. Aber wieso tun Sie nichts dagegen, sondern sorgen stattdessen noch dafür, dass es schlimmer wird? Die Welt hat sich bereits entschieden und setzt auf E-Autos. 

Auf dem Bild zu meinem offenen Brief an Herr Merz bin ich zu sehen mit eine Tablet in der hand zum Betrachtenden gerichtet. Im Hintergrund ist ein Mann auf einem Podest zu sehen. Links von ihm die Hart arbeitende Bevölkerung und rechts eine grüne Zukunft mit Menschen mit Ideen.

Das ist kein vorübergehender Trend, sondern eine Innovation, die sich durchsetzt. Das muss die deutsche Automobilindustrie endlich verstehen. Das ist keine Meinung, sondern ein Fakt. China gibt hier den Ton an und ist einer der größten Absatzmärkte für Autos weltweit.

Öl und Gas haben keine Zukunft

Und wenn wir schon beim Thema sind: Der völkerrechtswidrige Angriff auf den Iran zeigt wieder sehr deutlich, wie wichtig es ist, in naher Zukunft energetisch unabhängiger zu werden. Ihre Kollegin, Frau Reiche, sieht das aber offenbar anders, und so wurde das GEG, das durch Herrn Habeck eingeführt wurde, wieder über Bord geworfen. Was wir stattdessen bekommen, ist eine klima- und endverbraucherunfreundliche Alternative. Sie haben immer wieder abfällig vom „Habeck-Heizungsgesetz“ gesprochen – sogar auf der offiziellen CDU-Seite steht es so geschrieben. Dabei kam der Gesetzesentwurf ursprünglich aus der CDU und der Großen Koalition.
Das Gesetz wurde damals auf den Weg gebracht, weil man sich unabhängiger von Öl und Gas machen wollte, da die Preise beim Angriffskrieg auf die Ukraine explodiert sind. Eine sehr ähnliche Situation wie heute. Perfektes Timing, um jetzt zurückzurudern, oder nicht? Sie wissen ganz genau, dass das GEG eine sinnvolle Idee war, haben sich aber für den Populismus entschieden und bestrafen nun nachträglich die Bevölkerung.

Nach unten treten

Von Ihrem ehemals starken Auftreten merke ich aktuell nur, dass Sie sich lautstark gegen die eigene Bevölkerung und Minderheiten positionieren. Wo bleibt die klare Kante gegen Faschisten, Rechtsextreme und Autokraten? Das wäre genau der Punkt, an dem Sie mit Präsenz glänzen könnten. Doch Sie scheinen nicht erkennen zu wollen, dass Amerika schon lange kein verlässlicher Bündnispartner mehr ist. Nicht, weil ich das hier schreibe, sondern weil Amerika damit angefangen und uns massiv mit Zöllen belegt hat. Eine Zusammenarbeit wird immer schwieriger. Wo bleibt hier Ihre klare Haltung? Wieso fällt es Ihnen so schwer anzuerkennen, dass sowohl der Angriff auf den Iran als auch auf Venezuela völkerrechtswidrig war? Leute wie Donald Trump brauchen Gegenwind, sonst werden Angriffe wie diese legitimiert. Sie sind in der Position, sich klar dagegenzustellen – und natürlich wissen Sie das auch. Wieso sind Sie in Ihrer Sprache so hart, wenn es um das eigene Volk geht, aber so leise bei diesen Akteuren?

Die Zukunft Deutschlands

Kommen wir zur jüngeren Generation und der Zukunft Deutschlands. Ich denke, wir sind uns einig, wenn wir sagen, dass die Jugend die Zukunft dieses Landes ist. Sie stellen starke Forderungen an diese Generation: Sie sollen das Land verteidigen, viel mehr arbeiten und damit die Rente der Baby-Boomer sichern. Doch was bekommt diese Generation im Austausch dafür? Ein marodes Deutschland mit einer miesen Infrastruktur in Sachen Digitalisierung und Mobilität. Keine echte Rentenperspektive und generell düstere Aussichten, denn der Klimawandel schreitet unaufhaltsam voran und Ihre Regierung tut alles dafür, die Situation weiter zu verschlechtern.
Es geht hier nicht um eine faule Generation, die nichts tun möchte – Sie hören einfach nur nicht richtig zu. Stattdessen stellen Sie sich öffentlich hin, diffamieren diese jungen Menschen und nehmen sie nicht ernst. Sie sollten sie aber ernst nehmen, wenn Ihnen etwas an diesem Land liegt. Um es mal in Ihrem eigenen Interesse auszudrücken: Sie wurden vermutlich ohnehin nicht von dieser Generation gewählt, aber Sie werden es in Zukunft ganz sicher erst recht nicht, wenn Sie weiterhin so massiv gegen sie arbeiten. Denn was Sie damit signalisieren ist, dass Sie Kinder eigentlich gar nicht mögen und Sie nur etwas lästiges sind.

Schlusswort

Ich verstehe wirklich nicht, was Ihre Mission ist. Sie beweisen wenig Wirtschaftsverständnis und treten permanent nur nach unten. Wieso hassen Sie Deutschland so sehr? Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen in Richtung des rechten Spektrums radikalisieren und die AfD unterstützen. Sie wollten die AfD „halbieren“, doch durch Ihre Politik spielen Sie ihr nur noch mehr in die Karten, was die Umfragewerte und Kommunalwahlergebnisse klar widerspiegeln.
Anstatt in Situationen, die es erfordern (wie im Falle Amerikas), klare Worte zu finden, feinden Sie das eigene Volk an, das ohnehin schon auf dem Zahnfleisch geht – was Sie ja selbst an den von Ihnen bemängelten Krankheitstagen ablesen können. Kleiner Einwand am Rande: Der Krankenstand von Bundestagsabgeordneten ist deutlich höher als der Durchschnitt der arbeitenden Bevölkerung. Was sollte diese Debatte also?
Ich bitte Sie wirklich: Nehmen Sie endlich die Position eines Kanzlers ein. Repräsentieren Sie Deutschland stark nach außen und setzen Sie sich im Inneren für die eigene Bevölkerung ein – vor allem für jene, die es dringend nötig haben. Hören Sie auf, sich in die Opferrolle zu flüchten, wenn Frauen über ernsthafte Missstände aufklären. Erkennen Sie den Gegenwind endlich als berechtigte Kritik an und lernen Sie daraus. Es steht viel auf dem Spiel, vor allem unsere Demokratie und die weltpolitische Ordnung.

KI-Disclaimer:

Ich verwende für die Erstellung meiner Beiträge KI. Die Texte werden selbst geschrieben, aber von einer KI lektoriert und von mir gegengecheckt. Ich lasse keine Texte generieren. Die Beitragsbilder lasse ich von einer KI erstellen, da ich keinerlei können im Bereich Grafikdesign besitze. Gerne möchte ich in Zukunft eine Grafikdesignerin oder Grafikdesigner für meine Beiträge gewinnen, die oder den ich dann auch dafür bezahlen kann. Ich mache das aber alles Hobbymäsig und verdiene kein Geld damit.